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I feel good – So klappt’s mit dem Wellnessgarten

Glück im Garten

Sauna, Spa und Gurken-Smoothie – für mehr Wellness müssen Sie nicht ins Hotel fahren. Ein Schritt runter von der Terrasse genügt. Oder Sie unternehmen einen Kurz-Trip. Nichts ins Haman, sondern in Ihren Kleingarten. Wenn Ihnen der Sinn nach einer Frischzellenkur mit Sauerstoff-Aroma-Therapie steht, ist der heimische Garten der ideale Ort. Hier aktivieren Sie Körper und Geist, verbinden Wohlbefinden mit Spaß und Bewegung.

Wir stellen Ihnen zwei Möglichkeiten vor, mithilfe Ihres Gartens die Lebensgeister zu wecken. Mit der einen fördern Sie die sinnliche Wahrnehmung, mit der anderen führen wir Sie zu einem bewussteren Gärtnern. Beide Wege zusammen stärken Ihr Wohlbefinden, dauerhafter als jede Erdstrahl-Therapie.

Soul meets Body: Mit allen Sinnen den Garten erleben

Ein Busch mit Rosen

Stauden und Gräser geben dem Garten Farbe, insbesondere Rosen sind bis in den Herbst hinein eine wahre Augenfreude.

Der Garten ist ein Ort der Farben und Formen, ein Ort der Düfte und Dinge. Farbenfrohe Blüten, herzhafte Kräuter-Aromen und die verschiedensten Natur-Materialien können Sie gezielt einsetzen, um Ihre fünf Sinne zu schulen:

Sehen:

Gönnen Sie Ihren Augen eine Erholung vom PC-Bildschirm und Smartphone-Display. Ideal für Vielbeschäftigte: das immerblühende Beet. Auf ihm zeigen sich von Frühjahr bis Herbst immer wieder neue Blüten. Die Basis bilden Stauden mit langer Blühdauer: Phlox (Flammenblume), Steppensalbei oder Katzenminze. Für Auflockerung sorgen Sie mit hohen Süßgräsern, beispielsweise Lampenputzergras. Stauden und Gräser werden üppig über das Beet verteilt, damit der Bewuchs geschlossen erscheint. Auch Rosen eignen sich wunderbar, viele neue Sorten blühen die gesamte Saison. Dazwischen verteilen Sie in kleinen Gruppen Blüher für die jeweilige Jahreszeit: für das Frühjahr Krokusse und Tulpen, für den Sommer Salbei und Hyazinthen, für den Herbst Fetthenne und Astern. Und damit das Beet auch im Winter ansehnlich wirkt, pflanzen Sie am besten ein paar immergrüne Sträucher wie Buchsbaum.

Wasserspiel mit Beleuchtung

Augen schließen und entspannen, während im Hintergrund das Wasserspiel leise plätschert.

Hören:

Machen Sie es sich auf Ihrer Gartenliege bequem, schließen Sie die Augen und genießen Sie den Klang des Wassers. Das leise Plätschern beruhigt, der leichte Rhythmus entspannt. Neben einem Wasserspiel können Sie herrlich abschalten, vor allem an warmen Tagen. Ganz einfach selbst zu bauen ist der Quellbrunnen. Dafür benötigen Sie eine Springbrunnenpumpe, einen großen Kübel, zwei Säcke Kies und ein paar größere Steine. In einen der Steine lassen Sie, bevor Sie loslegen, von einem Steinmetzmeister ein Loch für die Pumpe samt Schlauch fräsen. Dann graben Sie den Kübel zu vier Fünfteln ein und fixieren den Stein samt innenliegender Pumpe mit dem Kies im Innern. Den Rand können Sie mit den übrigen Steinen verzieren und dann mit Fenchel, Thymian oder Knöterich bepflanzen. Aber Vorsicht: die Pumpe vor dem Anschalten mit Wasser „angießen“, sonst läuft sie heiß.

Riechen und Schmecken:

Kräutertopf auf dem Tisch

Frische Kräuter geben Speisen den entscheidenden Pfiff. Sie verleihen auch dem Garten eine ganz besondere Duftnote.

Basilikum und Rosmarin, Fenchel und Oregano, Melisse und Pfefferminze – sie alle besitzen verführerische Aromen und stimulieren Nase und Zunge. Versammelt im Kräutergarten, verströmen Kräuter eine feine Duftwolke im gesamten Garten. Doch kommen Sie noch einen Schritt dichter, reiben Sie vorsichtig am Lavendel, zupfen Sie ein Blättchen Pfefferminze – und genießen Sie den intensiven, erdigen, sonnenverwöhnten und würzigen Duft. Ein Wimpernschlag genügt und Sie sind in der Provence, wenige Sekunden später schon in der Toskana. Mit den Kräutern reisen Sie innerhalb weniger Sekunden einmal rund um das Mittelmeer – alles innerhalb weniger Minuten, und mit einem großen Erholungsfaktor.

Als Erstausstattung zu empfehlen: Schnittlauch, Kerbel, Petersilie, Estragon, Basilikum, Thymian und Rosmarin – auch als Gewürze in der (mediterranen) Küche unverzichtbar. Wenn Sie schon im ersten Jahr ernten wollen, sind Jungpflanzen gegenüber Samen die bessere Alternative. Lavendel und Liebstöckel am besten in die Mitte pflanzen, da sie sonst zu starkem Wuchs neigen. Salbei und Oregano beziehungsweise Petersilie und Dill nebeneinander setzen, da diese Kräuter sich gegenseitig stärken. Achten Sie beim Einpflanzen auf einen möglichst sonnigen Platz und vergessen Sie das regelmäßige Wässern nicht!

Tasten:

Rundkies und Rindenmulch

Rundkies und Rindenmulch – Zwei Naturmaterialien, die in keinem Barfuß-Pfad fehlen dürfen.

Stimulieren Sie Ihren Tastsinn mit einem Barfuß-Pfad. Dabei handelt es sich um einen kleinen Weg, dessen Untergrund aus verschiedenen Materialien besteht: Sand, Rindenmulch, Rollkies, Holzspäne und Glassplitt lösen ganz unterschiedliche Empfindungen aus, wenn man ohne Schuhwerk und Socken über sie hinwegläuft. Um einen Barfuß-Pfad anzulegen, tragen Sie an der ausgewählten Stelle die oberste Erdschicht ab, legen ein stabiles, aber wasserdurchlässiges Vlies aus und füllen die verschiedenen Bereiche mit den gewünschten Materialien auf. Eine Holz-Einfassung verhindert, dass Sand oder Kies in den Rasen getragen werden.

Bereits ein kleiner Barfuß-Pfad von zwei Metern Länge und einem halben Meter Breite bietet viel Platz für neue Sinneserfahrungen. Ideal für Einsteiger: feiner Sand, der an den Ostsee-Strand erinnert, Rollkies und Edelsplitt, weil sie glatte Oberflächen besitzen, Lärchen-Nadeln wegen ihrer feinfühligen Geschmeidigkeit und Gerstenspelzen ob ihrer spröden Festigkeit. Fortgeschrittene legen ein Rondell mit Geländer (oder Seil) im Garten an: So können Sie blind dem Weg folgen und sich auf das reine Tasten konzentrieren.

Growing with Love: Gärtnern als Wellness-Programm

Den Stress reduzieren, den Kopf wieder freibekommen, zu sich selbst finden – Wellness im Garten hat so viele Formen wie Rosen Farben. Der Eine erreicht den Zustand, indem er faul in der Hängematte liegt und Fünfe grade sein lässt. Der Andere muss etwas tun, um diesen Zustand zu erreichen. Und zwar „tun“ im eigentlichen Wortsinn, Vita activa eben: etwas erschaffen und Natur gestalten und dabei Wachstum und Veränderung als Chance für die eigene Fitness begreifen.

Erde in Händen

Mit den eigenen Händen etwas schaffen, etwas anpflanzen und später genießen – das spendet jedem Gärtner ein tiefes Gefühl von Zufriedenheit und Wohlbefinden.

Denn: Gartenarbeit ist keine Arbeit, sondern das perfekte Wellness-Programm für gestresste Schreibtisch-Seelen. Ja, es ist anstrengend und manchmal tun Arme und Beine weh, aber Gärtnern ist genauso wie Sport ein großartiges Fitness-Training. Graben, Jäten und Hecke schneiden fordern den Körpern heraus. Deswegen gilt auch hier die Devise: erst warmmachen, dann loslegen. Und je mehr das Beet vom Unkraut gesäubert ist, desto besser werden Sie sich fühlen.

Balsam für die Seele ist ebenfalls, dass Sie beim Gärtnern Tempo und Rhythmus selbst bestimmen können. Keine Aufgabe, die unbedingt bis heute Abend erfüllt werden muss, kein Meeting, das schier endlos ist. Sie können in der Geschwindigkeit tätig sein, die Ihnen gefällt. Ob Sie jeden Tag einen kleinen Schritt oder am Samstagvormittag über die lange Distanz gehen: Wie viel Sie machen und wann Sie gärtnern, liegt ganz bei Ihnen.

Auch was Sie machen, liegt in Ihrer Hand, wortwörtlich. Sie sind kreativ? Dann toben Sie sich richtig aus: Legen Sie Beete an, ziehen Sie Hecken, pflastern Sie die Terrasse und richten Sie die Wohlfühl-Lounge ein. Und wenn Ihnen der Sinn nach weniger Aufwand steht, ist es auch nicht schlimm: eine Ecke für Kräuter, ein Fleckchen Rasen für den Grill – ein Entspannungsbereich braucht keine großen Dimensionen. Manchmal ist weniger auch mehr.

Zweiradkarre

Gartenarbeit kann anstrengend sein. Aber kaum eine Tätigkeit ist so zufriedenstellend wie das Gärtnern.

Im Garten machen Sie die Wellness selbst

Wenn Sie denken, Sie könnten schon alles, zeigt Ihnen Ihr Garten, was Sie noch dazulernen können: Geduld, Hingabe, Stolz – Tugenden, die Ihnen zu einem zufriedeneren Leben verhelfen. Denn eines muss Ihnen klar sein: „Fertig“ gibt es im Garten nicht. Wirklich. Niemals. Jakob Augstein schrieb in seinem Buch Die Tage des Gärtners, dass ein verwilderter Garten ein Widerspruch in sich sei. Das stimmt, denn ein Garten ist ein ewiges Schlachtfeld. Es gibt immer etwas zu tun, immer etwas zu korrigieren. Doch nur hier empfinden Sie das Glück, im Freien zu sein, so übrigens der Untertitel des Buches. Es beschreibt das tiefe, umfassende Gefühl, mit sich selbst im Reinen zu sein. Der Garten ist also Wellness pur: als Ort der Langsamkeit und der Be-Sinnung, als ein Erfahrungsraum für alle Sinne.

Ihnen gefällt die Bewegung im Garten? Dann können Sie noch mehr tun. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Grün in einen Sportplatz verwandeln.

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