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Terrassenreinigung bei Naturstein, Beton oder Holz

Hochdruckreinigung von Terassen

Der Frühling ist da und die Terrassenzeit bricht an. Endlich kann man wieder draußen sitzen und den wärmenden Sonnenschein genießen. Doch bevor die Esstischgarnitur oder der gemütliche Outdoor-Sessel wieder auf die Terrasse befördert werden können, sollte der Boden gründlich gereinigt werden. Durch Schnee, Regen, verwehte Blätter, Sand und Erde ist eine Schmutzschicht entstanden, die erst einmal entfernt werden sollte, damit der Start in die Outdoor-Saison perfekt gelingt.

Was am besten zum Reinigen der verschiedenen Terrassenböden geeignet ist und wie Sie vorgehen sollten, erfahren Sie bei uns.

Terrassen aus Naturstein reinigen

Steinplatten sind beim Terrassenbau sehr beliebt, da sie eine witterungsresistente und langlebige Grundlage bieten. Gerade wenn man Gartenmöbel auf der Terrasse einrichten möchte, erweisen sich Natursteinplatten als resistent gegenüber zu starkem Abrieb. Dennoch ist auch eine Naturstein-Terrasse nicht vor Verschmutzungen gefeit. Naturstein ist genau wie die Fassade des Hauses anfällig für Veralgung und sollte daher regelmäßig mit speziellen Reinigern, die auf die Bedürfnisse des Natur-Materials abgestimmt sind, gesäubert werden.

Natursteinterrasse mit Hochdruckreiniger reinigenIst die Verschmutzung noch leicht und nur oberflächlich, kann sie ganz einfach mit dem Schrubber und etwas Muskelkraft entfernt werden. Sollten die Ablagerungen jedoch schon etwas haftender sein, bietet es sich an, dem Schmutz mit stärkeren Mitteln zu Leibe zu rücken. Ob sie dabei auf biologische Reiniger oder doch die chemischen Lösungen zurückgreifen, bleibt Ihnen überlassen. Probieren Sie es dennoch erst einmal mit den natürlichen Reinigungsmitteln, da die Pflanzenwelt in der Umgebung der Terrasse geschützt bzw. die empfindliche Oberfläche nicht gleich mit der chemischen Keule behandelt werden sollte. Als Möglichkeit der biologisch abbaubaren Reinigung bietet sich zum Beispiel eine Lauge aus Waschnüssen und Natron an. Dazu werden die Schalen der Waschnüsse mit ein wenig Natron in einer Schüssel mit warmem Wasser vermischt. Ob die Zusammensetzung der Lösung gelungen ist, lässt sich am besten mit Hilfe eines Schwammes testen, der schäumen sollte, wenn man ihn eintaucht. Die Lauge sollte nun ungefähr 30 Minuten ruhen. Anschließend wird sie großzügig auf dem Terrassenboden verteilt und leicht eingerieben. Nun sollte sie einwirken, ohne jedoch anzutrocknen. Nach der Einwirkzeit wird die Reinigungslösung mit einem Schwamm und Wasser aufgenommen und als finaler Schritt mit klarem Wasser nachgespült. Sie können alternativ auch auf schon angemischte Reinigungsmittel wie SteinRein oder GrünbelagsFrei der Firma Neudorff oder den Algen und Moos Entferner von Mellerud zurückgreifen.

Bei ganz hartnäckigen Verschmutzungen können Sie auch zum Hochdruckreiniger greifen. Dieser spült Schmutzablagerungen ganz einfach weg und lässt Ihre Terrasse in neuem Glanz erstrahlen. Dabei sollten Sie jedoch sehr präzise und vorsichtig vorgehen, damit das verunreinigte Wasser nicht an die Hauswand spritzt. Einige Hochdruckreiniger haben daher ein Gehäuse, das extra so konzipiert ist, dass das Spritzwasser zum größten Teil aufgefangen wird.

Damit sich Schmutz erst gar nicht so schnell ablagert, kann die Terrasse aus Naturstein auch vorbeugend mit einem Fleckenschutz für Stein behandelt werden. Dieser schützt vor allgemeinen Verschmutzungen sowie Fett und Öl und wird mit dem Pinsel, Wischwiesel oder durch Aufsprühen gleichmäßig auf dem Steinboden aufgetragen. 5 bis 10 Minuten einwirken lassen und anschließend die Rückstände mit einem sauberen und trockenen Lappen wegpolieren.

Terrassen aus Betonstein reinigen

Wer Beton als Basis seiner Terrasse gewählt hat, kann im Grunde die gleichen Reinigungsmethoden verwenden, wie auf einer Natursteinplatte. Beton hat jedoch eine andere Beschaffenheit als Naturstein und ist daher auch anfälliger für Verschmutzungen, die sich nicht so ohne weiteres entfernen lassen. Und ist der Betonstein erst einmal verfärbt, lässt sich das nur schwer wieder rückgängig machen, ohne dabei auf sehr aggressive Reinigungsmittel zurückzugreifen. Besonders Öl- und Fett können irreversible Flecken hinterlassen, wenn Sie nicht schnell behandelt werden. Dazu sollten Sie so schnell wie möglich Sand auf die betroffenen Stellen schütten, damit die fettige Substanz aufgesaugt werden kann. Anschließend muss wiederholt wasserreich geschrubbt und mit weichen Tüchern trockengewischt werden. Je schneller Sie reagieren, desto erfolgreicher ist die Reinigung. Durch die Sonneneinstrahlung wird der Fettfleck dann über den Sommer verblassen.

Generell sollten Sie eine Terrasse, die mit Betonsteinen ausgestattet ist, regelmäßig mit einem Reisigbesen reinigen, um die leichten Verschmutzungen zu entfernen. Algenablagerungen, die über den Winter entstehen, können mit einem Schrubber, warmem Wasser und etwas Essigreiniger (nicht zu viel, da nicht alle farbigen Betonsteine diese Art von Putzmittel vertragen) entfernt werden. Mit dem Wasser bzw. der Essiglösung schrubben Sie dann die Terrasse gründlich ab. Wichtig ist, hinterher schnell mit dem Gartenschlauch alles klar abzuspülen und auch den Schrubber ab und an mit klarem Wasser auszuspülen, damit der Boden nicht beschädigt wird.

Kommt Reinigungsmittel zum Einsatz, sollten Sie darauf achten, das passende Mittel gegen für die jeweilige Verschmutzung zu nutzen. Im Fachhandel unterscheidet man drei Reinigungsgruppen:

  • Säurehaltige Mittel: helfen gegen anorganische Flecken wie Kalk, Rost oder Zement.
  • Laugehaltige Mittel: helfen gegen Fett und allgemeine Verschmutzungen.
  • Lösungsmittelhaltige Mittel: helfen gegen Harz, Farben und Teer.

Sie können wie bei Naturstein auch einen Hochdruckreiniger verwenden. Allerdings ist dieser bei einem Betonboden mit Sandfugen nicht unbedingt geeignet, da er die Fugen ausspült und diese dann später nachgebessert werden müssten.

Terrassen aus Holz reinigen

Terrassenböden aus Holz gelten als sehr pflegeleicht. Dennoch gibt es auch zwischen den verschiedenen Holzarten Unterschiede. Fünf Dauerhaftigkeitsklassen geben dabei an, wie beständig das Holz ist. Tropenhölzer wie Teak oder Bangkirai werden in Klasse 1 bzw. 2 als besonders beständig eingestuft. Die mittleren Plätze belegen Hölzer wie die amerikanische Weißeiche oder die europäische Douglasie. Kiefer, Tanne oder Fichte gehören zur Klasse 4, Birke, Esche und Buche weisen in Klasse 5 nur eine geringe Beständigkeit auf. Dennoch gehört Holz immer noch zu den Materialien, die am wenigsten Pflege benötigen.

Die Dauerhaftigkeitsklassen im Überblick:

Klasse Dauerhaftigkeit Holzart
1 Sehr dauerhaft Tropenhölzer, z. B. Teak, Maobi, Bilinga
1 – 2 Sehr dauerhaft bis dauerhaft z. B. Robinie
2 Dauerhaft z. B. Europ. Eiche, Edelkastanie, Western Red Cedar, Mahagony
2 – 3 Dauerhaft bis mäßig dauerhaft z. B. Amerik. Weißeiche, Yellow Cedar
3 Mäßig dauerhaft z. B. Pitch Pine
3 – 4 Mäßig dauerhaft bis wenig dauerhaft z. B. Europ. Lärche, europ. Douglasie
4 Wenig dauerhaft z. B. Tanne, Fichte, Ulme, Amerik. Roteiche
5 Nicht dauerhaft z. B. Birke, Buche, Linde, Esche

Bei Hölzern der Klasse 1 reicht es, die Terrasse regelmäßig mit dem Besen zu reinigen oder mit dem Gartenschlauch abzuspritzen. Es kann zur Vergrauung der Hölzer kommen, was jedoch ihre Widerstandsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Sollten die Verschmutzungen doch etwas intensiver sein, kann man ihnen auch mit einer einfachen Seifenlauge begegnen und mit dem Schrubber einmal ordentlich über das Holz gehen und anschließend mit klarem Wasser alles abspülen. Es gibt aber auch spezielle Reinigungsmittel für Holzböden, die gegen Veralgung und Grünbeläge wirken. Bei geriffelten Bohlen, sollten die Rillen zunächst gründlich mit einer Bürste gereinigt werden, da sich dort der Schmutz regelrecht festsetzt. Ein Hochdruckreiniger sollte nur bei sehr harten Hölzern eingesetzt werden. Für weichere Hölzer gibt es spezielle Bürstenaufsätze, oder Sie leihen sich gleich ein Spezial-Reinigungsgerät für Terrassendielen, um auf Nummer sicher zu gehen. Bei einer kleinen Terrasse ist dies jedoch nicht unbedingt notwendig, da diese Geräte oft sehr sperrig und unhandlich sind.

Pflegeschutz für Holzterassen

Einige Hölzer sollten für eine bessere Haltbarkeit durch spezielle Holzöle wie das Pflegeöl für Holzterrassen behandelt werden. Möglich sind auch Lasuren. Lacke hingegen sind nicht witterungsbeständig und blättern schnell ab. Die Versiegelung wird nun ganz einfach mit einem breiten Pinsel doppelt auf das Holz aufgetragen und Ihre Terrasse ist fürs Erste geschützt. Um einer Vergrauung des Holzes vorzubeugen, sollten solche Maßnahmen regelmäßig durchgeführt werden.

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