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Ostern draußen im Garten feiern

Osternest mit Deko-Eiern

Eine bunt geschmückte Tafel, farbenfrohe Dekoration in den Bäumen und an Sträuchern und strahlende Kinderaugen auf der Suche nach den gut versteckten Eiern – So muss ein Osterfest mit der Familie aussehen. Doppelt schön ist es, wenn Petrus noch mit einem blauen Himmel und wärmenden Sonnenstrahlen lockt. Dieses Jahr liegen die Feiertage in der zweiten Aprilhälfte. Und ganz nach dem Motto „April, April, der weiß nicht, was er will“ kann man sich des Wetters zu dieser Jahreszeit nie ganz sicher sein. Begrüßt einen der Tag morgens noch mit strahlendem Sonnenschein, kann er sich nachmittags mit eisigen Regen- oder sogar Hagelschauern über uns lustig machen, um anschließend wieder freundlich sonnig daherzukommen, als wäre nichts gewesen. Das A und O beim Osterfest im Garten ist also Flexibilität. Denn wer gut vorbereitet ist, dem kann auch ein kleiner Schauer zwischendurch die Feier nicht verhageln.

Sicher und trocken im Garten

Bevor man sich ans Decken und Dekorieren der Ostertafel macht, sollte sichergestellt werden, dass ein kleiner Regenschauer nicht alle Arbeit zunichte macht. Das funktioniert auf der Terrasse gut mit einer Markise, die bei Bedarf ausgefahren werden kann, oder einem modernen Sonnensegel, das über den Essplatz gespannt wird. Wer mobiler bleiben und auf feste Installationen verzichten möchte, für den eignet sich ein Gartenpavillon. Je nach Bauart gibt es hier auch Modelle mit seitlichem Schutz, der bei stärkerem Regen einfach zugezogen wird und so einen Rundumschutz bietet. Die Größe ist entscheidend, denn wenn eine Festtafel für viele Gäste überdacht werden soll, braucht es ausreichend Platz. Die typischen Gartenpavillons sind eher schlicht gehalten, meist mit einem Spitzdach versehen und mit Vorhängen für alle vier Seiten. Es gibt verschiedene Farben, wobei ein helles Creme am besten für jede Gelegenheit geeignet ist. Schlichte Pavillons lassen sich wunderbar mit viel Osterdeko in stimmungsvolle Festzelte verwandeln. Ausgefallenere Modelle sind in der Regel etwas kostspieliger, bestechen jedoch durch hübsche Details wie Ornamente an den Standfüßen oder Querstreben.

Ein Pavillon für den Garten

Die Dekoration

Was wäre das Osterfest ohne ausgepustete, bunt gefärbte und bemalte Ostereier, ohne süße Häschen und bunte Blumen? Erst mit der farbenfrohen Dekoration kommt die richtige Osterstimmung auf. Bäume und Sträucher im Garten bieten die perfekte Bühne für Selbstgebasteltes. Je größer der Baum oder Strauch ist, desto aufwendiger darf auch die Dekoration sein. Sehr schön sind gefärbte Eier im Mix mit kleinen Figuren wie Häschen oder Küken oder bunten Wollbommeln. Die Figuren kann man aus den verschiedensten Materialien selbst basteln. Wichtig ist allerdings, dass sie einigermaßen wetterfest sind, vor allem, wenn sie über die ganzen Feiertage draußen verbleiben sollen. Sehr gut eignen sich zum Beispiel selbstgeknetete Figuren aus Fimo. Auch bunte Schleifen, einfach um einige Zweige gebunden, zaubern herrliche Farbakzente in Bäume und Sträucher.

Liebevoll dekorierte Osternester mit bemalten Eiern und hübschen Frühlingsblumen machen sich hervorragend auf der Terrasse. Aber auch als Akzente in der weiten Gartenlandschaft werden sie zu echten Hinguckern. Gerade hier darf das Nest ruhig etwas größer ausfallen. Als Basis eignet sich beispielsweise ein geflochtener Weidenkorb sehr gut. Diesen legt man mit reichlich Moos aus und dekoriert mit Ostereiern, Häschen und Frühlingsblumen. Sehr schön wirken auch spezielle Pflanzgefäße aus Korbgeflecht. Der Vorteil hier: Sie sind mit Folie ausgekleidet und können dadurch richtig bepflanzt werden. Auch mit Tontöpfen oder alten Waschzubern kann man einen tollen Look erzielen. Kleinere Nester lassen sich gut aus Weidenzweigen oder Stroh selbst herstellen. Moos oder Federn bilden hier ein weiches Bett, in dem Ostereier, österliche Figuren sowie kleine Frühlingsblumen Platz finden. Dekotipp: Nutzen Sie doch einmal Eierschalen als Minivasen!

Zwei Ideen für das Hauptgericht

Wenn draußen gegessen wird, wird am besten auch dort zubereitet. Was läge näher, als an Ostern nicht nur den Frühling, sondern auch die Grillsaison willkommen zu heißen? Das Lamm zu Ostern schmeckt mit ordentlichem Raucharoma schließlich doppelt lecker. Zum Grillen eignet sich insbesondere die Lammkeule, die entbeint, mariniert und gerollt im Kugelgrill besonders zart und saftig wird. Durch die indirekte Grillmethode mit geschlossenem Deckel hält sie den Fleischsaft im Inneren. Zirka drei Stunden Zeit sollte dem Braten gegeben werden. Nimmt man in den letzten 10-15 Minuten den Deckel ab, kann er noch etwas Farbe annehmen. Tipp für die Marinade: Olivenöl, etwas Zitronensaft und Zitronenschale sowie Kreuzkümmel, Zimt, Koriander und Chili vermischen und den Braten zuerst von innen und dann noch einmal im gerollten Zustand von außen damit bestreichen. Nun in Frischhaltefolie wickeln und mehrere Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank ziehen lassen.

Dorade auf dem GrillAußerdem traditionell zu Ostern gern gegessen: der Karpfen. Besonders lecker wird er auf dem offenen Grill und als ganzer Fisch auf dem Rost zubereitet. Dazu sollte er gut ausgenommen, geputzt und entschuppt sein. Nun füllt man ihn mit einer selbstgemachten Kräuterbutter aus verschiedenen Küchenkräutern und Lauchzwiebeln. So wird er schön saftig und erhält eine dezente Würze. Der Fisch sollte – abhängig von der Größe – etwa 15 Minuten von jeder Seite bei nicht zu starker Hitze garen. Es empfiehlt sich außerdem eine Grillpfanne zu benutzen, damit das Fett aus dem Fisch nicht in die Glut tropft.

Ob Fisch oder Fleisch, Eier in jeglicher Variation dürfen natürlich als Beilage nicht fehlen. Und zum Nachtisch schmeckt ein Gläschen Eierpunsch noch am allerbesten. Wir wünschen ein schönes Osterfest!

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Bild 2: © Seitenwand-Set für Antikpavillon - gartenmoebel.de
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