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Gartenmöbel im Winter: Drei Strategien und ihre Vor- und Nachteile (inklusive Königsweg)

Ob und wie Ihre Holzmöbel draußen überwintern können, hängt ganz vom verwendeten Holz ab. (pixabay)

Leider ist wetterfest nicht gleich winterfest, denn: Der Winter ist für unsere Gartenmöbel ein besonderer Härtetest. Holzgartenmöbel, Kunststoffmöbel oder Möbelstücke aus Metall haben allerdings ganz unterschiedliche Voraussetzungen, wenn es um das Überwintern geht. Das oberste Ziel ist klar: Die Gartenmöbel sollen möglichst lange ihre Funktion, Farbe und Form beibehalten. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, um die Gartenmöbel heil über den Winter zu bringen. Doch eine Vorgehensweise steht über allen: die Reinigung. Wer seine Gartenmöbel nicht von Staub und Dreck befreit, riskiert, dass sich der Schmutz noch weiter verfestigt und sich eventuell gar nicht oder nur sehr mühselig entfernen lässt. Vorsicht ist allerdings bei einem Hochdruckreiniger geboten: Ein Einsatz bei Ihren Möbeln kann zu Schaden führen. Besser: Milde Reinigungsmittel nutzen.

Aber was passiert nach der Reinigung? Müssen die Gartenmöbel nicht auf jeden Fall nach drinnen?

Die drei Strategien zum Überwintern für Gartenmöbel

Sie wollen sich nicht darüber ärgern, wenn die neuen und teuren Gartenmöbel plötzlich Risse oder Verfärbungen haben, richtig? Bei der Einlagerung im Winter gibt es daher ein paar Dinge zu beachten: 

Die Gartenmöbel sollten …

1. … frostfrei und trocken gelagert werden.

2. … vor UV-Strahlung geschützt werden.

3. … ausreichend Belüftung erfahren.

Um diese drei Kriterien zu erfüllen, gibt es wiederum drei verschiedene Strategien:

1. Die klassische Überwinterung: Gartenmöbel werden ins Innere gebracht.

Voraussetzungen: Sie haben ausreichend Lagerraum in der Garage, dem Gartenhaus, dem Keller oder dem Dachboden und genug Muskeln, um die Gartenmöbel dorthin zu transportieren (und wieder zurück). Wobei: Gartenstühle und Tische aus Polyrattan oder Aluminium punkten besonders durch Ihre Leichtigkeit.

Sind die Voraussetzungen gegeben, liegen die Vorteile dieser Strategie auf der Hand: Eine Lagerung drinnen erhöht die Lebensdauer, hält die Gartenmöbel länger schön und schützt vor UV-Strahlung, der Witterung und Schmutz.

Es gibt allerdings einen möglichen Nachteil bei der Einlagerung von Gartenmöbeln: Bringen Sie niemals Holzgartenmöbel in einen beheizten Lagerraum. Dies sorgt dafür, dass das Holz austrocknet und Risse bilden kann. Damit würden Sie weder sich, noch Ihren Holzmöbeln, einen Gefallen tun.

2. Sie lassen Ihre Gartenmöbel ungeschützt draußen stehen.

Voraussetzung: Sie sind im Besitz von tatsächlich winterfesten Möbeln. 

Gartenmöbel bestehen allerdings häufig aus mehr als einem Material – Möbelstücke aus Metall besitzen Kunststoffteile oder Holzmöbel haben ein Gestell aus Metall. Das macht es nicht einfacher herauszufinden, inwiefern Ihre Möbelstücke tatsächlich für das Überwintern draußen geeignet sind. Generell lässt sich aber festhalten: Kunststoffmöbel und Holzgartenmöbel aus einheimischen Hölzern sind empfindlich und werden schnell unansehnlich, wenn sie ungeschützt der kalten Jahreszeit überlassen werden. Beide Materialien werden bei Frost spröde und die Farbe leidet unter den Witterungsbedingungen – weitere Folgen nicht ausgeschlossen. Zu den anfälligen Holzarten gehören Rattan (nicht zu verwechseln mit dem künstlichen Polyrattan!), Buche, Fichte oder Lärche. Auch wenn diese Holzmöbel mit einer Lasur imprägniert werden können, empfiehlt sich doch diese ins Innere zu bringen.

Anders sieht es bei den sogenannten Harthölzern aus. Harthölzer sind so ölhaltig, dass Sie vor hohen Temperaturschwankungen, Witterung, Schmutz und Pilzen effektiv geschützt sind. Dazu zählen zum Beispiel Douglasie, Eukalyptus, Robinie oder Teakholz. Besonders Teakholz wird schon seit Hunderten von Jahren in der Schifffahrt verbaut und ist daher für den Einsatz im nasskalten Element geeignet. Hier sollte nur bedacht werden, dass sich die Farbe des Holzes verändern kann – Teak nimmt auf Dauer unbehandelt einen gräulichen Farbton an. Dieser sogenannte “Patina-Look” hat allerdings keinen Einfluss auf die Stabilität der Holzgartenmöbel und wird sogar in Fachkreisen geschätzt, denn es zeigt: Teakholz kann ein Leben lang halten und mit seinen Besitzern mitwachsen. 

Besonders problemlos für das Überwintern draußen sind außerdem wirklich hochwertige Polyrattan-Möbel sowie Gartenmöbel aus Edelstahl und Aluminium, die dank ihrer Beschichtung nicht rosten.

3. Sie bedecken Ihre Gartenmöbel mit einer Schutzhülle.

Voraussetzung: Sie benötigen eine Schutzhülle und befestigen diese Hülle richtig. 
Dabei ist zu beachten, dass die Belüftung der Möbel gewährleistet ist, damit die Luftfeuchtigkeit gering gehalten wird. Am besten suchen Sie zuerst einen Platz im Garten, der gut geschützt ist, sodass Wind und Wetter die Schutzhülle nicht abreißen können und stellen die Gartenmöbel auf leicht erhöhten Untergrund. Lassen Sie am Boden einen Spalt Platz zur Belüftung. Abschließend sollte dafür gesorgt werden, dass die Schutzhülle auch halten kann, was sie verspricht, indem sie gut befestigt wird für die anstehenden Witterungen – zum Beispiel mit beschwerenden Steinen.

Der Königsweg für Gartenmöbel im Winter

Die drei möglichen Strategien zur Überwinterung der Gartenmöbel sind nicht neu, genauso wenig wie die Frage, welche Option die subjektiv beste ist. Die besten Bedingungen sind sicherlich bei einem Transport der Möbel ins Innere des Hauses gegeben – doch dieser Weg ist meist beschwerlich und nicht immer ist auch ausreichend Platz verfügbar. Betrachten wir allerdings die drei Strategien genauer, lässt sich dieser Zwiespalt elegant auflösen: nämlich durch die Abdeckung der Gartenmöbel mit einer Schutzhülle. Richtig angelegt, werden die Gartenmöbel effektiv vor Schmutz und Wetter geschützt und der Aufwand dafür hält sich deutlich in Grenzen. Der ideale Kompromiss, um im frostfreien Frühjahr die Möbelstücke genießen zu können ohne die Gartenmöbel mühselig hin und her transportieren zu müssen.

Holen Sie sich das ideale Winterquartier für Ihre Gartenmöbel: eine Schutzhülle

Warum also nicht bei der Überwinterung den Königsweg nehmen und endlich eine Schutzhülle kaufen? Die Möbelstücke werden geschont ohne die Gartenmöbel nach drinnen schleppen zu müssen und zur blühenden Jahreszeit sind die Möbel direkt wieder einsatzbereit für die schönen Stunden in der grünen Wohlfühloase zu Hause.

Sie haben bereits Schutzhüllen erworben? Dann gratulieren wir herzlich zu dieser Entscheidung.

Falls Sie weitergehendes Interesse am Thema haben: Gerne verweisen wir Sie auf diesen spannenden Artikel: Der richtige Schutz für Ihre Gartenmöbel.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zu den Polstern und Auflagen: Polster vertragen keine Feuchtigkeit. Werden die Stoffe nass, dehnt sich das Wasser in den Fasern aus und es entstehen Fäulnis, Stockflecken, Schimmel und weitere Prozesse, die das Material dauerhaft beschädigen. Bringen Sie Ihre Polster also rechtzeitig ins Trockene – am besten in einen dunklen, aber gut belüfteten Raum.