Startseite » Gartenarbeit lohnt: im Winter, Frühling, Sommer & Herbst

Gartenarbeit lohnt: im Winter, Frühling, Sommer & Herbst

Gartenarbeit

Gartenarbeit lohnt sich vom Frühling bis in den Winter – aber eben nicht nur für Ihren Garten, sondern vor allem für Sie selbst. Sie profitieren nämlich gleich mehrfach von Ihrer geleisteten Gartenarbeit.

Das sind zum Beispiel einige der positiven Effekte auf Körper und Seele:

  • mehr Gesundheit für den Körper
    • frische Luft
    • Vitamin D durch die Sonne
    • gesundes Obst und Gemüse für den Eigenbedarf
    • der Verbrauch von Kalorien (Rasen mähen alleine verbraucht schon ungefähr 100 Kalorien)
  • mehr Glück für den Kopf
    • erhöht die Achtsamkeit
    • Abbau von Stresshormonen, Ängsten und Depressionen

Und das sind nicht mal alle Vorteile. Ein paar davon heben wir uns für den Schluss des Artikels auf. Nun wundern Sie sich sicherlich nicht mehr, dass die Gartenarbeit inzwischen in vielen Therapieformen eine bedeutende Rolle spielt. Sie sehen also: Sie profitieren von Ihrer Gartenarbeit.

Ihr Garten allerdings ebenso. Wir zeigen Ihnen deshalb in diesem Artikel ausführlich, zu welcher Jahreszeit welche Gartenarbeit besonders sinnvoll sind. Und wir starten genau dort, wo die meisten enden.

Gartenarbeit im Winter – die vergessene Jahreszeit

Gartenarbeit Winter
So stellen sich viele noch die Gartenarbeit im Winter vor – ein Irrtum

Die wichtigste Jahreszeit für die Gartenarbeit ist der Winter. Einfach, weil hier der drastischste Witterungseinfluss zu spüren ist. Die kalten Temperaturen vertreiben einen Großteil der Fauna in südlichere Gefilde oder in den Winterschlaf. Die Zeit der Ruhe ist die Zeit des Neuanfangs und die Vorbereitung für die nächste Gartensaison.

Dennoch ist der Winter zweifellos die am häufigsten unterschätzte Jahreszeit. Zumindest wenn es um die zu erledigende Gartenarbeit geht. Wir zeigen Ihnen, warum diese Annahme falsch ist.

Welche Gartenarbeit können Sie selbst erledigen?

Im Winter kehrt Ruhe und Gemütlichkeit ins Heim ein. Deshalb ist die kalte Jahreszeit immer auch eine Zeit der Reflexion. Daher eignen sich diese besinnlichen Tage auch hervorragend zum Planen des nächsten Gartenjahres. 

Behalten Sie aus diesem Grund auch folgende Fragen für die nächsten Kapitel im Hinterkopf: Was wollen und können Sie selbst leisten? Müssen Sie Hilfe bei der Gartenarbeit in Anspruch nehmen? Wenn ja, von wem? Halten Sie Ausschau nach Möglichkeit, um sich das Leben einfacher zu machen ohne dass Ihr Garten darunter leiden muss. 

Mit diesen Fragen im Gepäck starten wir nun unsere Tour durch Ihren Garten im Winter.

Erschaffen Sie Ihren “Ganzjahresgarten”

Der kalte Winter kann auch eine Zeit des Genusses sein. Mit vielen schönen Lichtern in Form von Kerzen, Lichterketten, Gartenkaminen oder Feuerschalen und einem praktischen Heizstrahler wird der frostigen Winterzeit ein ganz besonderer Zauber verliehen.

Damit diese Lichter besonders zu Geltung kommen, führt kein Weg an den sogenannten “Immergrünen” vorbei. Mit diesen Pflanzen bleibt nämlich selbst im Winter kein Garten kahl. Neben immergrünen Hecken gehören vor allem Formgehölze, Buchsbäume oder Eiben zu dieser Kategorie. Viele dieser Immergrünen sollten Sie allerdings bereits im Frühjahr pflanzen, um Sie im Winter genießen zu können.

Doch nicht nur Immergrüne können Farbe in den heimischen Garten bringen. Auch sommergrüne Pflanzen, wie diverse Hartriegel-Sorten, bereichern Ihren Garten im Winter. Und zwar dank ihrer sehr farbenfrohen Rinde, die in einem kräftigen Rot oder hellgelben Farbnuancen schillern kann. Ähnlich ist es mit dem Zimt-Ahorn. Dessen orange-rote Blätter erleben zwar den Winter nicht, dafür überzeugt aber die Rinde des Baumes umso mehr, die mit ihrer rotbraunen Farbe den Garten verschönert. Solche Bäume und Sträucher spielen unterschiedliche Rollen während der verschiedenen Jahreszeiten. Dazu zählen auch die Eberesche oder kleine Apfelbäume, die das Überwintern der Vögel erleichtern.

Und nicht zu vergessen: Gelb, gelb, gelb blüht der Winterjasmin – und zwar hervorragend an der Hauswand. Der Winterjasmin ist aber nicht die einzige Pflanze, die noch mehr Farbe in den Garten im Winter bringt. Dazu gesellen sich auch gerne die Zaubernuss, die Christrose oder der Nieswurz.

Sie sehen: Auch im Winter können Sie Ihren Garten mit Lichtern und farbenfrohen Pflanzen zu einem ganz besonderen Ambiente verhelfen.

Die Gartenarbeit im Winter: für den Ernte-Vorsprung

Wenn Sie bereits ein Gewächshaus besitzen, wissen Sie: Die Gartensaison kann schon Ende des Winters starten. Denn: Sie sind nicht mehr so abhängig vom Wetter. So können Sie bereits gegen Ende des Februars mit der Anzucht beginnen und die erste Saat säen. Hierfür eignen sich besonders Kohlrabi, Kopfsalat, Möhren sowie Radieschen und Rettich. Auch im Frühbeet können dann bereits Fenchel, Porree oder Spinat angepflanzt werden. Hier sollten Sie allerdings aufpassen, falls Sie sich für Folien aus Kunststoff oder Frühbeete aus Plastik entschieden haben. Bei ansteigenden Temperaturen kann sich nämlich tagsüber Kondenswasser bilden, das in der Nacht gefriert. Damit gefährden Sie Ihre noch jungen Pflanzen. Sorgen Sie daher in solchen Fällen für eine ausreichende Belüftung Ihres Frühbeetes.

Sie können allerdings auch junge Pflanzen bei Zimmertemperatur zuhause im Inneren anwachsen lassen. Ab Dezember können Sie da zum Beispiel mit Brokkoli, Erbsen, Petersilie, Senf oder Schnittlauch loslegen. Ab Februar eignen sich auch Gurken, Paprika oder Tomaten für die sorgsame Vorzucht.

Was bei der Gartenarbeit im Winter oft vergessen wird

Ihre Pflanzen leiden, wenn es zu wenig Frost oder Regen gibt. Dann brauchen Sie externe Quellen für Ihr lebenswichtiges Wasser. Selbst die Immergrünen können austrocknen, wenn Sie im Winter nicht ausreichend gegossen werden.

Als Faustregel gilt daher: Gießen Sie regelmäßig alle zwei Wochen, falls möglich bei Sonnenschein. Nur die Kübelpflanzen können eventuell auch mehr vertragen. Beim Gießen sollten Sie allerdings generell darauf achten, dass Sie sich auf die Wurzeln konzentrieren. Ansonsten besteht die Gefahr des Erfrierens und der Fäulnis.

So entfernen Sie die Schneelast Ihrer Pflanzen

Schnee kann eine ganz schöne Last sein – vor allem für immergrüne Bäume, Fichten und Tannen. Im Gegensatz dazu weisen ältere Bäume generell wesentlich mehr Stabilität auf. Um die Äste Ihrer Bäume und Sträucher vor dem Gewicht des Schnees zu schützen, nutzen Sie am besten einen Besen. Damit die Zweige nicht unnötig belastet werden, sollten Sie den Besen von oben nach unten fegen. Für kleinere Gewächse reicht auch Ihr Finger, mit dem Sie vorsichtig den Schnee entfernen. Achten Sie dann aber auf den Schnee, der sich im Wurzelbereich der Pflanzen sammelt. Wenn Sie diese Schneereste nicht beseitigen, riskieren Sie Kaltfrost, der wiederum Ihren Gewächsen schaden kann.

Das ist beim Bäumefällen im Winter zu beachten

Stichtag ist der 30. September. Zumindest, wenn es um das Fällen von Bäumen geht – und Sie keine Ausnahmeregelung besitzen. Es gibt aber noch weitere gute Gründe mit dem Baumfällen bis in den Winter zu warten. Die Blätter sind längst abgefallen, die Bäume sind entsaftet und liefern zudem noch wertvolles Brennholz. Allerdings sollten Sie das gewonnene Holz in jedem Fall noch ein paar Jahre trocknen. Nur so können Sie den optimalen Brennwert erreichen. 

Überlegen Sie sich jedoch vorher genau, ob Sie selbst Hand an den Baum legen wollen oder doch lieber einen Fachmann bestellen. So sparen Sie nicht nur wertvolle Zeit, sondern überlassen diese nicht ganz leichte Arbeit auch einem Profi.

Der Rückschnitt im Winter – so wird’s gemacht

Der Winter ist jedoch nicht nur die Zeit, um Bäume zu fällen, sondern ebenso für den Rückschnitt. Viele Gehölze sollten am besten im Winter geschnitten werden – zumindest diejenigen, die im Sommer erblühen. Besonders profitieren die folgenden Gehölze:

  • Brombeere (besser später im Winter, alte Trieben schützen nämlich noch vor Frost)
  • Haselnuss
  • Heidelbeere
  • Stachelbeere

Es gibt aber auch Ausnahmen, wie Ziersträucher und die schnittempfindlichen Rhododendren. Da diese bereits im Frühling erblühen, würde ein Rückschnitt im Winter zum Verlust der wichtigen Blütenknospen führen.

Wichtige Tipps: 

  • Entfernen Sie vor dem Rückschnitt am besten das alte Obst, um Pilzen und Schädlingen zusätzlich die Grundlage zu entziehen.
  • Schneiden Sie nicht bei Temperaturen unter -2 Grad
  • Achten Sie darauf, dass das Holz trocken ist (maximal leicht feucht)
  • Desinfizieren Sie die (scharfen) Klingen mit Alkohol
  • Tragen Sie bei größeren Schnittwunden Wundpaste auf

Da die Temperaturen im Winter sehr stark schwanken können, ist ein Kalkanstrich für viele Obstbäume sehr wichtig. Dieser verhindert Risse im Holz.

Retten Sie Ihre Fische im Gartenteich

Wenn Sie stolzer Besitzer eines Gartenteiches sind, sollten Sie jetzt aufpassen. Denn ein Gartenteich kann im Winter nicht einfach so stehen gelassen werden. Friert Ihr Gartenteich nämlich zu, können die sogenannten Faulgase nicht mehr entweichen. Diese bilden sich durch die Zersetzung von Pflanzenresten, die sich im Teich ablagern. Das ist vor allem ein Problem für Ihre Fische, die sich in den unteren Bereiches des Teiches aufhalten. Damit Ihre Fische nicht qualvoll sterben, entfernen Sie besser rechtzeitig Pflanzenreste und Laub aus Ihrem Teich und sorgen Sie für ausreichend Sauerstoff, indem Sie Ihren Gartenteich nicht zufrieren lassen. Für diesen Zweck eignet sich beispielsweise ein Eisfreihalter. Oder Sie nehmen einfach ein großes Stück Holz und lassen es frei auf dem Wasser schwimmen. So können Ihre Fische den Winter im Gartenteich überstehen.

Haben Sie die Regentonnen vergessen?

Frost kann nicht nur für Ihre Fische gefährlichen werden. Auch Leitungen oder Regentonnen können einfrieren – und platzen dann eventuell. Das kann Ihnen eine knallharte Überraschung bescheren. Achten Sie daher darauf alle nach draußen führenden Wasserleitungen abzudrehen und die Tonnen zu entleeren – zumindest wenn mehr als die Hälfte der Regentonne mit Wasser gefüllt ist. Holzscheite im Wasser können zudem helfen Risse zu verhindern.

Finden Sie das richtige Lager im Winter

Wenn Sie die Qualität Ihrer Gartenmöbel und Geräte erhalten wollen, sollte Sie auf die geeignete Lagerung im Winter achten. Holzmöbel reißen zum Beispiel schnell, wenn Sie in warmen Räumen aufbewahrt werden. Pflanzenschutzmittel sind hingegen in einer Hütte oder der Garage nicht sicher aufgehoben, da die Kälte dafür sorgen kann, dass die Mittel wirkungslos werden. Daher sollten im Winter alle Gartenmöbel und Geräte passend gelagert und am besten auch geprüft werden. So verhindern Sie im Frühling eine böse Überraschung.

Fit für den Frühling

Nutzen Sie die beschauliche Zeit des Winters, um sich nicht nur auf die aufkeimende Wärme des Frühlings zu freuen, sondern planen Sie schon voraus. Was wünschen Sie sich für die Frühlingszeit in Ihrem Garten? Vielleicht haben Sie sogar eine neue Idee für die Gestaltung Ihres Grünbereichs? Eine Möglichkeit wäre ein Hochbeet. Das Hochbeet schont vor allem Ihren Rücken und erleichtert Ihnen somit die Gartenarbeit. Und davon gibt es einige ab dem Frühling!

Der Garten im Frühling – ein Guide für Dünger, Saat und Rückschnitt

Gartenarbeit Frühling
Gartenarbeit im Frühling: Hier gibt es viel zu tun!

Die Pläne sind gemacht und die Sonne lacht – so soll der Frühling aussehen. Doch es gibt noch einiges zu tun, damit die Pflanzen blühen und wachsen. Der Frühling ist eine Zeit des Aufbruchs. Aber eben auch des wechselhaften Wetters und eines Aprils, der bekanntlich einfach macht, was er will. Doch keine Sorge: Mit unseren Tipps sind Sie auf diese besondere Zeit des Jahres perfekt vorbereitet.

Gartenarbeit im Frühling – eine Checkliste

Schneller als gedacht hinterlässt der Winter einen Haufen Chaos in Ihrem Garten. Daher sollten Sie zum gleich zum Start in die warme Jahreszeit aufräumen und für etwas mehr Ordnung sorgen. Dazu eine kleine Checkliste:

  1. Bei Ihrer Garten-Inventur sind auf jeden Fall die Pflanzgefäße, Töpfe und Pflanzen dran: Gibt es hier Schäden oder Krankheiten an den Gewächsen?
  2. Außerdem sollten Sie heruntergefallene Blätter von den Beeten entfernen, da sich sonst sehr schnell Schimmel breitmacht. Ähnliches gilt natürlich für Unkraut, das Sie stört. 
  3. Vergessen Sie zudem das Harken nicht. Das lockert den Boden auf und zerkleinert feste Erdklumpen.
  4. Sobald es frostfrei ist, denken Sie am besten ebenso an die Gartenwege und reinigen diese. 
  5. Zudem eignen sich die ersten Sonnenstrahlen im Frühling hervorragend für das Streichen von Zäunen und Laube. 
  6. Aber natürlich sollten Sie ebenfalls Ihre Gartenmöbel nicht vergessen. Die können nun endlich wieder nach draußen – oder werden von der Schutzhülle befreit.
  7. Anschließend sollten Ihre Möbel noch geputzt und die Polster aus dem Winterlager geholt werden. 

Dann sind Terrasse und der Weg in den Garten startklar für die neue Gartensaison.

Das sind im Frühling die gefährlichsten Schädlinge

Sie bekommen im Frühling nicht nur Besuch von lieben Gästen. Denn das Frühjahr ist die absolute Lieblingszeit von Blattläusen und Schnecken. Daher haben wir für Sie zahlreiche Hilfen zum Vermeiden von Schädlingen im Garten gesammelt. Einen Tipp gegen Schnecken wollen wir Ihnen aber schon an dieser Stelle geben, da es so wichtig ist und schnell falsch gemacht wird: das Gießen. Gießen Sie bitte nicht am Abend, da ansonsten über Nacht die Schnecken herausgelockt werden. Denn: Schnecken lieben einfach sehr feuchte Erde. Gießen Sie lieber am Morgen – und vermeiden so eine unnötige Schneckenplage.

So durchschauen Sie den Dünger-Dschungel

Alle Pflanzen brauchen Dünger – doch Pflanze haben teilweise ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Um zu entscheiden, welcher Dünger der passende für Ihren Garten ist, sollten Sie sich daher am Nährstoffgehalt und pH-Wert von Boden und Pflanzen orientieren. Als Faustregel gilt hier: Der pH-Wert wird durch Regen sauer und sollte daher alle zwei Jahre mit Kalk behandelt werden.

Doch wie düngen Sie dann nun genau? Nutzen Sie zur Stärkung Ihres Bodens (und gegen Unkraut) am besten eine dicke Schicht aus Mulch als Basis. Eine ausgewogene “Ernährung” ist auch für die Pflanzen in Ihrem Garten sehr wichtig. Setzen Sie daher nicht nur auf Hornmehl, das vor allem viel Stickstoff liefert. Kalium oder Phosphor spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle für eine gute Gesundheit Ihrer Gewächse. Genauso wie Spurenelemente, für die vor allem Gesteinsmehle sorgen. Es muss allerdings nicht so kompliziert sein, denn: gewöhnlicher Kompost liefert alle diese Elemente in ausreichender Menge. 

Aber. Was ist das richtige Maß an Kompost? Orientieren Sie sich am besten an ungefähr 3 Litern pro Quadratmeter. Starkzehrer (beispielsweise Kartoffeln) brauchen allerdings eher etwas mehr Nährstoffe als Schwachzehrer (viele Kräuter). Schauen Sie also zuerst Ihre Pflanzen an und ob es sich bei Ihnen um Stark- oder Schwachzehrer handelt. Dementsprechend verteilen Sie dann Kompost auf Ihre Beete. Ihre Pflanzen werden es Ihnen mit blühendem Wachstum danken.

Gartenarbeit im Frühling: richtig schneiden

Nicht nur die richtige “Ernährung” hilft Ihren Pflanzen – auch der Rückschnitt im Frühling. Es gibt sogar drei wesentliche Gründe, warum Sie Ihre Stauden und Gehölze zurückschneiden sollten. Erstens wachsen Ihre Pflanzen dann deutlich schneller. Und zweitens ist das die einzige Möglichkeit, um gefährliche Holzkrankheiten sicher zu entfernen. Aber es kann auch schnell ein Platzproblem entstehen, wenn Ihre alten Pflanzen in diesem Jahr ohne Rückschnitt einfach weiter wachsen wollen.

Zu den klassischen Gewächsen, die im Frühjahr zurückgeschnitten werden wollen, gehören die Rosen. Für alle Arten gilt dabei: Mit dem Rückschnitt können Sie die neuen Triebe der Pflanzen lenken. Je nach Rückschnitt (stark oder schwach), erzielen Sie entweder ein erhöhtes Wachstum von einzelnen, aber sehr kräftigen Trieben oder ein eher geringes Wachstum, dafür aber von vielen kürzeren Trieben. Achten Sie jedoch darauf eine scharfe Schere zu nutzen und den Treib ungefähr fünf Millimeter über dem Auge abzutrennen – am besten nicht mit einem geraden Schnitt, sondern etwas schräg. Halten Sie beim Rückschnitt auch Ausschau nach auffälligen braunen Flecken auf den Zweigen. Diese sollte in jedem Fall entfernt werden. Das gilt ebenso für stark vertrocknete Blätter, da ansonsten Pilzkrankheiten die Folge sein könnten.

Die 4-Schritt-Anleitung für saftig grünen Rasen

Im Frühling wird Ihr Rasen neu “geboren”, befreit von toten Materialien, Unkraut, Moos und Laub kann er ab dem Frühjahr wieder voll durchstarten. Aber nur, wenn Sie ihm dabei helfen. Dabei gibt es mehrere Schritte zu beachten.

  1. Sobald Ihr Rasen so ungefähr sechs Zentimeter Wuchs erreicht hat, können Sie Ihn das erste Mal mähen (das ist normalerweise im März der Fall). Danach mähen Sie das Gras am besten regelmäßig einmal in der Woche – aber nur bei frostfreiem Wetter! Das lässt Ihren Rasen schön dicht wachsen.
  2. Für einen wirklich erfolgreichen Start in die Rasensaison sollten Sie zudem den pH-Wert testen. Liegt der unter 5,5, freut sich der Rasen über etwas zusätzlichen Kalk. 
  3. Wenn Sie braune oder lichte Stellen im Rasen finden, können Sie mit dem Vertikutieren gegensteuern, am besten im Schachbrettmuster. So reißen Sie die Grasnarbe etwas an, was wiederum für eine effektivere Belüftung des Bodens sorgt. Zudem wird so gleichzeitig auch lästiges Moos entfernt.
  4. Anschließend unterstützen Sie den Wachstumsprozess Ihres Rasens am besten durch die Verwendung von Langzeitdünger. 

Mithilfe dieser Schritte schaffen Sie beste Voraussetzungen für das Wachstum Ihres Rasens.

Dann sollten Sie im Frühling umtopfen

Ähnlich wie der Rasen wollen auch vielen andere Pflanzen wachsen. Sie tun natürlich Ihr Bestes, um genau das zu ermöglichen. Doch wenn Sie erfolgreich waren, stoßen Ihre Pflanzen auch bald an Ihre Grenzen – zumindest, wenn Sie im Topf oder Kübel aufgewachsen sind. Dann steht das Umtopfen auf dem Programm, was besonders im Frühling sehr sinnvoll ist.

Doch ein zu klein gewordenes Gefäß ist nicht der einzige gute Grund für das Umtopfen. Wenn Sie eine weiße Kruste auf der Erde entdecken, kann das nämlich auf eine Verkalkung oder eine Versalzung (meist zu viel Dünger) hinweisen. Zusätzlich zum Umtopfen sollten Sie dann beide Gefäße gründlich auswaschen – am besten mit heißem Wasser.

In 4 Schritten richtig aussäen

Bei einem schönen Gruppenfoto müssen kleinere Menschen nach vorne und die größeren nach hinten. Nur so verschwindet keiner auf dieser schönen Foto-Erinnerung. Eine ähnliche Situation entsteht in Ihrem Beet, wenn Ihre Pflanzen dort Ihren Platz finden sollen. 

  1. Achten Sie daher darauf, dass alle Pflanzen genug Luft und Sonne abbekommen – und kein zartes Pflänzchen im Beet verschwindet. Meist steht schon in der Verpackung der Samen der Mindestabstand zu den anderen Bepflanzungen.
  2. Doch nicht nur der Platz im Beet ist entscheidend, auch die Zeit des Einpflanzens. Als Faustregel gilt hier: Die Gewächse werden kräftiger, je früher Sie gepflanzt werden. Also so ähnlich wie der berühmte frühe Vogel, der sich den Wurm schnappt.
  3. Wenn Platz und Zeit passen, geht es um das Wie und da halten wir fest: Wirklich gute Qualität bei der Aussaaterde zahlt sich definitiv aus und erleichtert Ihren Pflanzen das Wachstum ungemein.
  4. Ist auch das geregelt, erfolgt das Einsetzen der Samen, die Sie anschließend unter etwas Erde verschwinden lassen. Nun benötigen diese Samen-Stellen nur noch etwas Wasser. Ideal ist hierfür ein Brauseaufsatz, damit die noch zarten Samen nicht vom Wasserstrahl erschlagen oder weggeschwemmt werden. 

Die Grundlagen des Säens sind nun beleuchtet. Doch welches Gemüse wächst eigentlich im Frühjahr?

Was Sie im Frühling alles pflanzen können

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum sich der Frühling so hervorragend für die Aussaat eignet? Das liegt daran, dass in der Erde nur geringe Mengen an Düngesalz, aber umso mehr Feuchtigkeit zu finden ist. Die Wurzeln werden so nicht ausgelaugt, was für viele Pflanzen von Vorteil ist.

Die Frühstarter dieser Jahreszeit sind ganz klar Erbsen, Möhren, Radieschen und Rettich. Die können normalerweise bereits Anfang März ins Beet wandern. Ende März ziehen dann die verschiedenen Kohlarten nach, genauso wie Kohlrabi oder Spargel. 

Gegen Ende des Frühlings können Sie dann sogar schon die erste Ernte einfahren. Vor allem Kohlrabi, Radieschen und Rettich können dann bereits auf dem Speiseplan stehen. Mitunter gilt das auch für Salat oder Spinat. 

Dann kann auch schon die nächste Runde starten. Vor allem Pflanzen mit hoher Kälteempfindlichkeit können nun draußen eingepflanzt werden. Dazu zählen unter den Gemüsesorten vor allem Bohnen, Gurken, Paprika oder Zucchini. Ähnlich sieht es bei den Kübelpflanzen wie der Geranie oder dem Oleander aus.

Zu den absoluten Spätzündern gehören die Tomaten, die sich besonders an einer Südwand gepflanzt sehr wohl fühlen. Vor Ende Mai sollten Sie das empfindliche Gemüse allerdings nicht ungeschützt nach draußen setzen. Dann ist allerdings auch schon fast Sommer. Merken Sie sich also: Tomaten sind der Bote der ganz besonders warmen Jahreszeit.

Gartenarbeit im Sommer: über die Kunst des Gießens und den Trick mit dem Unkraut

Gartenarbeit Sommer
Die wichtigste Gartenarbeit im Sommer: das Gießen

Im Sommer sind Sonnenschirm und Liegen garantiert im Dauergebrauch. Das liegt natürlich vor allem an den warmen Temperaturen – die natürlich auch Folgen auf Ihre Gartenarbeit haben. Das betrifft allerdings nicht nur den Rasenmäher, der Hochkonjunktur hat.

Sie müssen nicht nur klären, wer im Urlaub gießt

Wenn wir das Thema gießen in einem Satz abhandeln wollen würden, würden wir es so formulieren: viel gießen – aber richtig! Doch natürlich wollen wir hier noch etwas mehr ins Detail gehen und haben deshalb für Sie 7 handliche Regeln zum “richtigen” Gießen verfasst:

  1. Mit “viel” gießen, meinen wir vor allem: oft gießen und nicht einmal alle Pflanzen ertränken. Denn: Die Erde sollte nicht zu nass werden, da das Pilzkrankheiten und Staunässe fördert.
  2. Gießen Sie am besten morgens, dann nehmen die Pflanzen das Wasser deutlich besser auf, da es nicht in der Hitze verdunstet
  3. Auch Abends würde das Wasser zwar nicht verdunsten, aber hier greift ein ganz anderer Nachteil: die Feuchtigkeit in der Erde würde nachts die Schnecken anlocken – und das wollen Sie sicherlich vermeiden.
  4. Am besten direkt die Wurzeln gießen, da können die Pflanzen das Wasser am besten aufnehmen.
  5. Gießen Sie einmal täglich. Dann können Sie sicher sein, dass die Wurzeln sich auch tief im Boden verankern.
  6. Eine Ausnahme: besonders kleine Körbe oder Kübel können ruhig zweimal pro Tag Wasser vertragen.
  7. Wenn Sie regelmäßig die Erde etwas auflockern, gehen Sie zudem auf Nummer sicher, dass auch die kürzeren Wurzeln mit Feuchtigkeit versorgt werden.

Zum Gießen nutzen Sie ja vielleicht einen Wasserbehälter. Achten Sie hier darauf, dass Sie ihn möglichst fest verschließen, da sich ansonsten im Sommer die Mücken auf dieses Plätzchen stürzen. Wenn Sie einen Gartenteich besitzen, können Sie die Mücken loswerden, wenn Sie sich Goldfische ansiedeln.

Als Alternative zum Gießen eignen sich heutzutage auch smarte automatische Bewässerungssysteme, zum Beispiel mit Zeitschaltuhr, Sensor oder cleverer Tröpfchenbewässerung. Doch folgenden Punkt sollten Sie im Blick behalten.

Gießen alleine reicht nicht bei kräftiger Sonneneinstrahlung

Denn: Auch Pflanzen können Sonnenbrand kriegen. Damit das nicht geschieht, haben Sie mehrere Optionen. Sicherlich die einfachste Variante ist das sonnengeschützte Anpflanzen von empfindlichen Pflanzen zwischen zuverlässigen Schattenspendern (wie Bäumen oder Sträuchern).

Eine weitere, etwas arbeitsintensivere Methode bei der Gartenarbeit ist das Harken und Lockern des Beetes. Das bietet allerdings gleich 3 entscheidende Vorteile: 

  1. Das Wasser von Regenschauern kann direkt den Boden befeuchten, was wiederum der Bepflanzung zu Gute kommt.
  2. Außerdem wird so das Verdunsten von Wasser in den tieferen Erdschichten verhindert.
  3. Durch das Lockern des Beetes setzt die zugeführte Luft zusätzliche Nährstoffe frei.

Sie ersparen sich natürlich etwas Arbeit vom Sonnenschutz-Programm im Garten, wenn Sie bereits vorab darauf achten möglichst hitzefreundliche Pflanzen anzubauen. Diese brauchen nur wenig Feuchtigkeit und vertragen die Sonne recht gut. Dafür eignen sich beispielsweise Bart-Iris, Eisenkraut oder Salbei. Generell fallen aber auch viele Stauden unter diese Kategorie.

Im Sommer das ungeliebte Unkraut als Hilfe bei der Gartenarbeit nutzen

Natürlich wächst im Sommer auch das Unkraut – zumindest, wenn Sie nichts dagegen unternehmen. Doch da gibt es einen cleveren Trick, um das Unkraut-Wachstum effektiv einzudämmen. Sie können nämlich das lästige Unkraut zu einem Verbündeten machen. Warten Sie ganz einfach auf einen heißen Tag im Sommer und ziehen Sie dann das Unkraut aus dem Boden heraus. Doch statt die Pflanzenreste wegzuschmeißen, lassen Sie sie einfach auf dem Boden liegen und trocknen – und nutzen das Unkraut so als Mulch. Am besten kombiniert mit etwas Rindenmulch. Damit vermeiden Sie nicht nur das Wachsen von neuem Unkraut, sondern zudem auch das Austrocknen des Bodens.

Wenn Sie auf mit Unkraut auf den Gehwegen im Garten zu kämpfen haben, können Sie die Fugen mit Kieseln oder Sand befüllen und haben so Ruhe.

Die gefürchteten Sommer-Schädlinge

Während Blattläuse und Schnecken bereits im Frühling ihr Unwesen treiben, startet ein großer Teil des Ungeziefers erst in der richtig heißen Phase des Jahres so richtig durch. Neben dem fiesen Buchsbaumzünsler oder dem Dickmaulrüssler haben vor allem Schildläuse und Weiße Fliegen zu dieser Zeit Hochkonjunktur. Auch viele Pilze mögen den Sommer. Am besten achten Sie genau auf Ihre Gewächse, sodass Sie rechtzeitig eingreifen können. 

Noch besser ist natürlich eine gute Prävention bei der Gartenarbeit, um es den Schädlingen so schwer wie möglich zu machen sich in Ihrem Garten einzunisten. Viele nützliche Tipps dazu finden Sie in unserem umfangreichen Guide zur nachhaltigen Schädlingsbekämpfung.

Was Sie im Sommer anpflanzen können

Natürlich können Sie auch im Sommer noch fleißig säen und etwas für Ihre Erntebilanz tun – zum Beispiel 1-2-jährige Blumen. Aber auch Chinakohl, Dill, Fenchel, Kohlrabi, Möhren oder Radieschen gehören zur Auswahl dazu und sorgen dafür, dass Sie im Herbst noch sehr viel leckeres Gemüse verspeisen können. 

Erdbeeren
Die süßen Früchte der Gartenarbeit: Daher unbedingt im Sommer pflanzen.

Auch Erdbeeren pflanzen Sie am besten im Sommer an. Ideal eignet sich dafür normalerweise der Juli. Wenn Sie die Erdbeere auf Mulchfolie anpflanzen, profitieren Sie gleich mehrfach. Sie sparen sich so den lästigen Kampf gegen das Unkraut und die Früchte bleiben auf jeden Fall sauber. Zudem können Sie sich meist über eine deutlich ertragreichere Ernte freuen. Dennoch müssen Sie bei Erdbeeren etwas Geduld mitbringen. Die süßen Früchte können Sie sich in der Regel erst ein Jahr später auf der Zunge zergehen lassen. Dafür wirft so ein Erdbeerstrauch meist mehrere Jahre leckere Früchte ab.

Die Ernte im Sommer und wie Sie effektiv freie Flächen nutzen können

Doch im Sommer wird nicht nur gesät, sondern auch fleißig geerntet. Wenn Ihre Erdbeersträucher bereits reif sind, dann sollten Sie Ihre Erdbeeren am besten morgens oder abends pflücken und danach auch sofort kühl lagern (bei ca. 2 °C). So halten die Früchte deutlich länger. Neben Erdbeeren können im Frühsommer auch bereits Brombeeren und Himbeeren gesammelt und zum Beispiel als Marmelade verarbeitet werden. Im Spätsommer schlägt dann die Stunde der klassischen Obsternte – zum Beispiel von Pflaumen und Kirschen. Wenn es um das Pflücken geht, gibt es bei Kirschen einen wichtigen Unterschied zu beachten: Bei Süßkirschen bleibt der Stiel dran, bei Sauerkirschen hingegen nicht.   

Wenn Sie im Sommer Ihre Gemüsebeete nach der Ernte frei machen, sollten Sie darauf achten Ihren Boden nicht komplett umzugraben. Dadurch würde nämlich die komplette Bodenstruktur (inklusive der wertvollen Bakterien) zerstört. Das hat Einfluss auf das zukünftige Pflanzenwachstum. Stattdessen lockern Sie das Beet nur etwas. Wenn Sie zum Beispiel Buschbohnen oder Erbsen gepflanzt hatten, sollten Sie die Pflanzenreste keinesfalls komplett entfernen. Am besten schneiden Sie die Pflanzen dicht über den Boden ab und belassen die Wurzeln in der Erde. Denn: die Wurzeln liefern noch weiterhin viel Stickstoff, der kommenden Pflanzengenerationen hervorragend als Nährstoff dienen kann. 

Sie können dann frei entscheiden, wie Sie die Beete weiter nutzen wollen. Neben Wintergemüse, können Sie auch Kopfsalat oder Radieschen pflanzen, die recht schnell wieder geerntet werden können. Ansonsten eignen sich vor allem viele Kleearten als Gründünger. Sie reichern ebenfalls durch Stickstoff den Boden an und liefern zudem ausreichend Nahrung für viele Insekten.

Die Hauptaufgaben im Sommer – eine handliche Liste

Rasen mähen
Ja, an dieser Gartenarbeit führt im Sommer kein Weg vorbei.

Im Sommer fallen jedoch noch viele kleine bis große Gartenarbeiten an. Dafür haben wir Ihnen eine kleine Merkliste erstellt:

  • Einmal im Sommer sollten Sie Ihren Komposthaufen “umdrehen”. Also: das Innere nach Außen stülpen.
  • Junge Steckhölzer (beispielsweise von der Deutzie oder der Forsythie) um die Hälfte kürzen: normalerweise im Juni oder sobald sie ungefähr 10 cm lang gewachsen sind. Dann verzweigen sich die Sträucher während ihres Wachstums besser.
  • Die Hecke schneiden: Am besten Ende Juni. Aber Vorsicht: manche Hecken vertragen keinen zu starken Rückschnitt.
  • Tomaten schneiden: Anfang August. Hier entfernen Sie die Spitzen der größten Triebe, da die zukünftigen Tomaten ansonsten nicht mehr rechtzeitig geerntet werden könnten.
  • ebenfalls im August: Schneiden von Nadelgehölz-Hecken

Für alle Rückschnitte im Sommer gilt: nachher am besten kräftig düngen. Die Pflanzen brauchen genau dann nämlich viele Nährstoffe zum Wachsen und als Schutz im Winter. 

Ansonsten bleibt im Sommer nur noch eins zu tun: fleißig Rasen mähen. Diese Gartenarbeit ändert sich erst wieder im Herbst.

Der Garten im Herbst: weniger Gartenarbeit und mehr Ertrag

Gartenarbeit Herbst
Die Gartenarbeit, die im Herbst am meisten Zeit kostet: Laub aufsammeln. Doch wir haben da ein paar Tipps.

Nach der Hochphase im Sommer, wird der Rasenmäher im Herbst endlich etwas entlastet. Dafür rücken andere Gartenarbeiten in den Fokus. Auf dem Programm stehen Kompost, Laub, der Boden, die Ernte, Schädlinge und Nützlinge und natürlich auch der liebe Rasen. Denn: der kalte Winter mit seinen frostigen Temperaturen ist ja nicht mehr weit.

Den Rasen richtig vorbereiten

Im Herbst hält der Rasen in seinem Wachstum inne und Sie müssen das letzte Mal mähen. Ungefähr 6 Zentimeter Höhe genügen. Sollte der Rasen schon lichte Stellen aufweisen, haben Sie nun Gelegenheit neuen Rasen zu säen, ehe die gesamte Fläche gedüngt wird. Dafür eignet sich auch Kalk hervorragend, der Ihrem Grün wichtige Nährstoffe für den nahenden Winter liefert. Wichtig für Ihren Rasen ist außerdem, dass er genug Sonnenlicht und Luft erhält. Das gelingt allerdings nur, wenn Sie dafür die Voraussetzungen schaffen. Heißt konkret: Entfernen Sie nach Möglichkeit alle verrottbaren Materialien, wie Moos und Blätter, von Ihrem Rasen. Das beugt effektiv Fäule und Schimmel vor. Was Sie mit dem gesammelten Laub am besten anfangen können, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Die 3 Lösungen für das Laub-Problem im Herbst

Wenn Sie Ihren Rasen von der Last der Blätter befreit haben, stehen Sie vor einer zentralen Frage: Wohin mit dem Laub? Natürlich können Sie diesen “Gartenmüll” entsorgen – allerdings haben wir noch drei weitere raffinierte Ideen, wie Sie das Laub effektiv in Ihrem Garten nutzen können.

  1. Falls Sie einen Komposthaufen besitzen, können Sie Ihr Laub einfach hier ablagern und so in nährstoffreichen Humus verwandeln. Besonders einfach geht das, wenn Sie beim Mähen im Herbst das Laub einfach mitmähen. Der so entstehende Mix aus Rasen, Laub und Moos eignet sich direkt für den Komposthaufen – und ist bereits im Fangkorb gesammelt.
  2. Eine weitere Option: Nutzen Sie das Laub einfach unter Ihren Sträuchern als zusätzlichen Schutz für den Boden in der kalten Jahreszeit. Gleichzeitig funktioniert das Laub als sehr praktische Mulchschicht.
  3. Alternativ können Sie das Laub auch zusammenfegen und einen Haufen bilden, vorzugsweise in einer Ecke, in der er Sie nicht stört. Darüber freuen sich zahlreiche Nützlinge, die dafür sorgen, dass im Frühjahr die zahlreichen Schädlinge keine Chance haben Ihren Garten zu infiltrieren. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie diesen Haufen nicht verlegen, denn das schadet wiederum den lieben Nützlingen, wie zum Beispiel dem Igel.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie Ihre Bäume mit Leimringen ausstatten, denn das erschwert den Schädlingen zusätzlich das Überwintern.

Warum es gut ist, dass Sie sich das Umgraben sparen

Umgraben im Garten
Diese lästige Gartenarbeit können Sie sich im Herbst sparen – und tun Ihrem Boden sogar etwas Gutes.

Das Umgraben gehörte lange zu den mühsamen Pflichten der Gartenarbeit. Doch das hat sich geändert. Zumindest, wenn Sie den betreffenden Boden bereits einmal zur Bepflanzung genutzt haben. Denn dann leben in Ihrem Boden bereits mehrere hundert Milliarden Mikroorganismen, die täglich gratis für Ihren Gartenboden arbeiten. Diese Organismen sind allerdings an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, wie zum Beispiel eine bestimmte Feuchtigkeit oder Temperatur der Erde. Wenn Sie nun mit dem Umgraben beginnen, zerstören Sie diese Lebensräume in Ihrem Boden und schaden nachhaltig diesen Mikroorganismen. Außerdem kann das Umgraben dazu führen, dass unliebsame Samen den Weg an die Oberfläche finden. Und dann fängt das Unkraut an zu keimen. Das wollen Sie sicherlich gern vermeiden. Stattdessen lockern Sie lieber die Erde, am besten mit einer Harke oder einem Grubber. So schaden Sie den wertvollen Mikroorganismen in Ihrem Garten nicht. 

Umgraben ist also nur dann wirklich sinnvoll, wenn Sie bisher noch nicht bepflanzten Boden nutzen möchten – oder aber auch bei Erde mit sehr hohem Lehmgehalt. Dafür ist der Herbst ideal geeignet, weil der anschließende Winterfrost dafür sorgt, dass der schwere Boden besser aufgebrochen wird. Wenn Sie umgegraben haben, verzichten Sie am besten aufs Harken. Lassen Sie die Erde so liegen. Denn so dringt der Regen im Winter besser in den Boden ein. Das sorgt für viele wichtige Nährstoffe, die bei zukünftigen Ernten helfen.

So ernten und lagern Sie clever im Herbst

Was schmeckt Ihnen denn so? Kartoffeln? Vielleicht auch Bohnen, Gurken, Kohl oder Zucchini? Das sind nur ein paar Beispiele für Gemüse, das im Herbst noch geerntet werden kann. Das gilt ebenso für Tomaten – auch wenn sie noch nicht das charakteristische Rot angenommen haben. Keine Sorge: Entweder legen Sie die noch grünen Tomaten zusammen mit Äpfeln in eine Obstschale oder Sie legen die Tomaten einfach bei Zimmertemperatur aus bis sie reifen.

Auch Obst, das einen Kern besitzt, ernten Sie gut zur herbstlichen Jahreszeit. Falls Sie sich unsicher sein sollten, ob das Obst bereits reif ist, können Sie einfach minimal an der Frucht drehen. Lässt sie sich lösen? Dann haben Sie gerade erfolgreich geerntet. Ansonsten: noch etwas hängen lassen. Am besten breiten Sie Ihre gesammelten Früchte vor dem Einlagern in Kisten noch eine Nacht auf einem Tisch aus und lassen Sie etwas abkühlen.

Da die Kälte des Winters schon naht, sollten Sie sich nun sorgfältig in Ihrem Garten umschauen und alles ernten und einlagern, was nicht frostfest ist. Rosenkohl kann zum Beispiel draußen bleiben. Wichtig ist aber generell: Ernten Sie nicht, wenn es nass draußen ist, dass kann ansonsten bei der Einlagerung zu Schimmel führen.

Gartenarbeit im Winter – eine Liste mit Empfehlungen

Der Herbst ist ideal für die sogenannten “Kaltkeimer”. Diese Pflanzen sind nicht nur winterfest, sondern benötigen sogar die kühlen Temperaturen, damit die Wurzeln optimal gedeihen können. Zu diesen Kaltkeimern zählen beispielsweise Eisenhut, Fackellilie, Frauenmantel, Phlox oder Taglilie. Aber auch Bärlauch und Knoblauch gehören zu dieser Gruppe. 

Tulpe
Die Tulpe gehört zu den Kaltkeimern.

Ähnlich sieht es bei vielen Frühblühern aus, wie Krokussen, Narzissen oder Tulpen, die Sie am besten bis Ende Oktober einpflanzen. Bei den diesen Zwiebelblumen sollten Sie auf die passende Tiefe achten. Heißt konkret: Graben Sie die Pflanzen dreimal so tief ein, wie die Pflanze lang ist. Und achten Sie auf ausreichend Abstand. Das ist bei Zwiebelblumen besonders wichtig, damit die Pflanzen sich nicht gegenseitig die Nährstoffe klauen. Besonders Tulpen sind ansonsten gefährdet, was Krankheiten betrifft. Bei lehmhaltigen Böden empfehlen wir zusätzlich zur Erde etwas Sand aufzutragen.

Neben den Zwiebelblumen zählen allerdings auch viele Gehölze und Stauden zu den kaltkeimenden Pflanzen. Wir haben viele der winterfesten Kandidaten in einer Liste für Sie aufbereitet:

  • Adonisröschen (Staude)
  • Alpendistel (Staude)
  • Astilbe (Staude)
  • Bergenie (Staude)
  • Berberitze (Gehölz)
  • Buschwindröschen (Staude)
  • Clematis (Gehölz)
  • Christrose (Staude)
  • (der bekannte blaue) Enzian (Staude)
  • Felsenbirne (Gehölz)
  • Feuerdorn (Gehölz)
  • Hartriegel (Gehölz)
  • Haselnuss (Gehölz)
  • Heckenkirsche (Gehölz)
  • Kastanie (Gehölz)
  • Kuhschelle (Staude)
  • Leberblümchen (Staude)
  • Mohn (Staude)
  • Pfingstrose (Gehölz)
  • Rotbuchen (Gehölz)
  • Schneeball (Gehölz)
  • Silberdistel (Staude)
  • Steinbrech (Staude)
  • Stiel-Eichen (Gehölze)
  • Weißbuchen (Gehölze)
  • Zaubernuss (Gehölz)
  • Zwergmispel (Gehölz)

Sie sehen schon: Sie haben einiges an Auswahl. Achten Sie aber gerade bei den Gehölzen darauf, dass Sie nicht bei sehr feuchtem Boden mit dem Bepflanzen beginnen. Ansonsten eignet sich der Herbst ideal für diese Gewächse, wegen der gelungenen Mischung aus noch recht warmer Erde und dem regnerischen Klima.

Die Ernte-Rendite der Gartenarbeit im Herbst

Samen sind zukünftiges Leben in Ihrem Garten. Nutzen Sie daher die Chance und sammeln Sie im Herbst die Samen der verblühten Pflanzen ein. Dafür eignet sich besonders die Zeit vom Spätsommer bis Anfang Herbst. Sie sollten allerdings Acht geben und die Samen angemessen lagern: am besten dunkel, luftig und trocken. Anschließend werden die Samen sorgfältig eingetütet. So können Sie Fäulnis und Pilze verhindern. Doch Vorsicht: Reife Samen keimen viel besser. Ernten Sie also erst, wenn Sie an den Samen eine bräunliche Verfärbung wahrnehmen. Wenn Sie sich diese Mühe machen, profitieren Sie gleich doppelt: Sie müssen kein Geld für Samen ausgeben und Sie stellen auf diese Weise sicher, dass sich Samen und Boden bereits vertragen und hervorragend miteinander harmonieren.

Sie können auch durch Teilung der Pflanzen Ihre Erntebeute im nächsten Jahr vervielfachen. Zum Beispiel bei Lupinen, Margeriten oder Rittersporn. Auch Johannisbeersträucher eigenen sich dafür hervorragend. Trennen Sie einfach ein paar Triebe vom Strauch ab und entfernen Ihnen von Blättern. Anschließend stecken Sie die Seite des Triebs, die vorher Richtung Wurzel verlief, kopfüber in die Erde. Schon im Frühjahr können Sie sich dann über günstigen Johannisbeeren-Zuwachs freuen.

Darum sollten Sie im Herbst nicht mehr düngen

Im Herbst ändern sich viele Dinge: die Wärme des Sommers verschwindet langsam und auch die Blätter fallen stetig von den Bäumen herab. Der Herbst ist eine Zeit des Wandels. Und das betrifft auch die Bedürfnisse der Pflanzen. Wachstum steht nicht mehr an erster Stelle, wird sogar bei vielen Pflanzen kontraproduktiv, da dadurch bittere Frostschäden entstehen können. Deshalb sollten Sie am besten ab September auf zusätzlichen Dünger verzichten.

Aber alles der Reihe nach: Viele Dünger setzen den Pflanzen vor allem Stickstoff zu, der vor allem für besseres Wachstum sorgt. Werden nun aber im Herbst durch den Dünger neue Triebe gebildet, schaffen diese es nicht mehr rechtzeitig sich auf den Winter vorzubereiten – und werden somit hart von eventuell eintretendem Frost getroffen. Der Fokus der Pflanzen sollte nun eher auf dem Ausreifen der bereits vorhandenen Triebe und dem Bilden von Früchten liegen. Zumindest bis zum Frühjahr sollten Sie daher das Düngen unterlassen. Wenn das Wetter dann langsam wärmer wird, ist es wieder Zeit für frische Triebe in Ihrem Garten.

Die Checkliste für den Herbst und einen winterfesten Garten

Spätestens jetzt sind wir in Gedanken beim Winter angekommen. Und da es zu dieser Jahreszeit sehr frostig werden kann, haben wir nun noch eine kleine Checkliste, die Sie am besten im Herbst, noch vor dem Winter, abhaken sollten:

  • Haben Sie Töpfe mit einem Durchmesser von weniger als 30 cm? Diese sollten auf jeden Fall ins Warme wandern. Da helfen auch keine anderen Schutzmaßnahmen. Das gilt natürlich ebenso für alle frostempfindlichen Pflanzen.
  • Besitzen Sie reifen Kompost? Dann nutzen Sie den als Schutz im Winter und legen den Kompost auf Ihre Beete.
  • Haben Sie an die Vögel gedacht? Bieten Sie ausreichend Futterplätze an und profitieren Sie von den eifrigen Schädlingsvernichtern im Frühjahr.
  • Liegen noch ein paar Früchte auf Rasen und Beeten? Dann sammeln Sie die am besten schnell auf. So verhindern Sie Pilze. Auf Äpfel mit Wurmbewohnern sollten Sie besonders achten, da sich daraus bald Raupen entwickeln können, die im Frühjahr zum Angriff auf Ihren Garten ansetzen. Diese Äpfel haben auch nichts auf dem Kompost verloren!
  • Mit dem Winter kann auch der Rost kommen. Sorgen Sie daher dafür, dass alle verwundbaren Stellen, wie zum Beispiel Schlösser, ausreichend mit Fett und Öl versorgt sind.
  • Wussten Sie schon, dass die meisten Pflanzen im Winter nicht an Frost sterben, sondern an Durst? Auch im Herbst sollten Sie daher an das Gießen denken. 

Wenn Sie unserer Checkliste aktiv gefolgt sind, können Sie sich auf den verführerischen Winterzauber freuen und die besinnliche Jahreszeit genießen.

Darum zahlt sich Gartenarbeit doppelt aus

Gartenarbeit Lohn
Der Lohn der Gartenarbeit: Sie haben es in der Hand.

Der Cholesterinspiegel und die Herzfrequenz sinken und der Blutdruck gleicht sich aus – nur wegen 20 Minuten Gartenarbeit am Stück. Damit können Sie Ihre Gartenarbeit schon als Sportart bezeichnen. 

Sie sehen: Ihr Garten kann Sie auf Dauer problemlos geistig und körperlich fit halten. Schließlich gibt es immer etwas zu tun – und auch zu lernen. Das eröffnet viel Spielraum für kreative Betätigungen. Denn bei allen Tipps und Tricks: Es ist Ihr Garten. Sie können Ihn so gestalten, wie Sie es sich wünschen. Und das betrifft natürlich auch die Form der Gartenarbeiten, die zu erledigen sind.

Die Hauptsache ist: Sie fühlen sich in Ihrem Garten zu Hause. Das ist das Ziel jeglicher Gartenarbeit. Wenn es Sie zudem gesund hält, gewinnen Sie gleich doppelt. Wir wünschen Ihnen daher viel Freude und belebende Tage in Ihrem Garten.

P.S. Falls Sie sich für Ihre gemütlichen Stunden auf der Terrasse noch kuschelige Gartenmöbel wünschen: auf Gartenmoebel.de werden Sie sicher fündig.

Bildquelle: Pixabay