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Die Heckenpflanze: Ein vielfältiger Sichtschutz im Garten

Grüne Heckenpflanze

Hecken sind ein preiswerter und platzsparender Sichtschutz. Sie fügen sich hervorragend in das grüne Gesamtbild des Gartens ein. Aber nicht jede Hecke eignet sich für jeden Boden und an jedem Platz. Die verschiedenen Heckenpflanzen haben ihre ganz eigenen Bedürfnisse. Wir stellen Ihnen die bekanntesten Heckenpflanzen und deren Vor- und Nachteile vor. So können Sie die perfekte Hecke für Ihren Garten planen.

Wann Sie eine Hecke einem Gartenzaun vorziehen sollten – und andersherum –, erfahren Sie in unserem Artikel Sichtschutz für den Garten – Zaun oder Hecke?.

Pflanzen, die sich gut als Hecke eignen:

1. Die Scheinzypresse (Chamaecyparis)

Zwei bis vier Meter Höhe, wächst an sonnigen Orten und im Halbschatten.

Vorteile: Sie ist schnellwachsend, schattenverträglich und windfest, ihre Nadeln wachsen sehr dicht und bilden eine kompakte Hecke. Sie bietet eine große Sortenvielfalt in grüner, gelber und blauer Farbgebung.

Nachteile: Sollte zweimal im Jahr zugeschnitten werden und verträgt wie der Lebensbaum keine stärkeren Zuschnitte.

2. Der Abendländische Lebensbaum (Thuja occidentalis)

Die Abendländische LebensbaumheckeZwei bis vier Meter Höhe, wächst am besten in der Sonne und auf humusreichen, leicht feuchten Böden.

Vorteile: Er ist frosthart und windfest mit einem sehr dichten Sichtschutz. Schnellwachsend, sodass schon nach wenigen Jahren die Augenhöhe erreicht ist. Die große Sortenvielfalt bietet verschiedene Wuchsformen.

Nachteile: Die Nadeln färben sich bei Frost bräunlich-grün. Er sollte zweimal im Jahr geschnitten werden und der Schnittrhythmus sollte beibehalten werden, da Lebensbäume bei einem größeren Rückschnitt nicht wieder grün werden. Auf trockenen und staunassen Böden können sich Pilze bilden, die die Pflanze absterben lassen.

3. Der Feld-Ahorn (Acer campestre)

Zwei bis vier Meter Höhe, wächst an sonnigen und leicht schattigen Standorten und in fast allen Böden.

Vorteile: Er ist sehr preiswert und wächst sehr schnell und verträgt auch starke Rückschnitte bis ins Holz. Sehr beständig gegenüber Trockenheit, Hitze und starkem Wind.

Nachteile: Der Zuschnitt sollte zweimal pro Jahr erfolgen. Er ist nicht als ganzjähriger Sichtschutz geeignet, da seine Blätter sich im Herbst verfärben und anschließend abfallen. Er ist sehr anfällig für den Echten Mehltau, eine Pilzerkrankung, die sichtbare Spuren auf den Blättern hinterlässt. Kann trotz Zuschnitt etwas verwildert wirken.

4. Die Europäische Eibe (Taxus baccata)

Ein bis vier Meter Höhe, wächst auf nicht zu trockenen Böden. Die Eibenhecke

Vorteile: Sie ist langlebig und unkompliziert, gedeiht nahezu überall, egal ob in der Sonne, im Schatten, unter Bäumen oder in stark durchwurzelten Böden. Sie treibt auch nach radikalem Schnitt wieder aus und muss nur einmal im Jahr zugeschnitten werden.

Nachteile: Sie wächst nur langsam, daher kann es Jahre dauern, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Sind Kinder im Haushalt, sollten Sie Sorge tragen, dass diese nicht von den Früchten der Pflanze kosten, da diese hochgiftig sind.

5. Die Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus)

Ein bis zwei Meter Höhe, wächst sowohl in der Sonne als auch im Schatten.

Vorteile: Die Lorbeerkirsche ist sehr unkompliziert und verträgt auch trockene oder stark durchwurzelte Böden unter hohen Bäumen und ist ein schöner Blickfang in mediterran gestalteten Gärten.

Nachteil: Sie sollte nur mit einer mechanischen Heckenschere per Hand beschnitten werden, da elektrische Lösungen die Blattstruktur zu sehr zerstören. Als expliziter Sichtschutz sind nur bestimmte Sorten wie Herbergii oder Rotundifolia geeignet. Die Blätter und Samen der Lorbeerkirsche sind sehr giftig. Deshalb sollten Sie Ihre Kinder unbedingt davon abhalten, Pflanzenteile in den Mund zu stecken. Auch Schnittreste gehören komplett in den Restmüll und nicht in die Bio-Tonne oder auf den Kompost.

6. Der Liguster (Ligustrum)

Die LigusterheckeEin bis drei Meter Höhe, wächst an nahezu allen Standorten und in nahezu allen Böden.

Vorteile: Der Liguster ist sehr anpassungsfähig und kommt mit vielen Wuchsverhältnissen zurecht. Sowohl im Sommer als auch im Winter trägt er grünes Laub und eignet sich daher ganzjährig als Sichtschutz. Er ist sehr robust und regenerationsfähig. Durch Steckhölzer können die Pflanzen einfach vermehrt werden, auch Rückschnitte machen dem Liguster nichts aus.

Nachteile: Da er schnell wächst, ist ein Zuschnitt zweimal im Jahr erforderlich. Darüber hinaus neigt der Liguster zur Ausläuferbildung und kann mit seinen dichten Wurzeln dem Wuchs anderer Pflanzen Probleme bereiten. Bei sehr großer Kälte im Winter kann er sein Laub verlieren.

7. Die Rotbuche (Fagus sylvatica)

Eineinhalb bis vier Meter Höhe, wächst in nährstoffreichen, nicht zu trockenen Böden sowohl an sonnigen als auch an schattigen Plätzen.

Vorteile: Die Rotbuche ist sehr langlebig und wächst sehr schnell zu hohen und schmalen Hecken. Auch starke Rückschnitte sind kein Problem. Selbst im Winter gibt sie noch einen passablen, wenn auch nicht mehr vollständigen Sichtschutz.

Nachteile: Die Wurzeln sind sehr empfindlich und vertragen keine Staunässe oder Bodenaufschüttungen. Zweimal im Jahr sollte die Rotbuche zugeschnitten werden.

8. Der Buchsbaum (Buxus sempervirens)

Die BuchsbaumheckeIn der Regel bis zu einem Meter, aber auch zwei Meter Höhe sind mit etwas Geduld möglich, wächst in humus- und nährstoffreichen und nicht zu trockenen Böden an sonnigen, aber auch schattigen Plätzen.

Vorteile: Buchsbaum ist eine sehr langlebige und schnittverträgliche Pflanze, die sich gut für kleinere Hecken eignet, die auch wunderbar in die verschiedensten Formen gebracht werden können und einzigartige künstlerische Kreationen ermöglichen. Er braucht nur einmal im Jahr geschnitten zu werden. Die fehlende Höhe für einen optimalen Sichtschutz kann auch durch die Kombination mit einem Gartenzaun erreicht werden. Die Blüten des Buchbaums sind Anlaufstelle für Bienen und Insekten verschiedener Art. Die Pflanzenarten Suffruticosa und Blauer Heinz eignen sich am besten für kleinere Höhen; wer eine Hecke mit bis zu zwei Metern möchte, sollte es mit der Wildart Buxus sempervirens probieren.

Nachteile: Buchsbaum wächst sehr langsam, daher vergehen etliche Jahre, bis eine Höhe von zwei Metern überhaupt erreicht werden kann. Die Pflanze ist anfällig für die Pilzerkrankung Cylindrocladium, die außerordentlich schwer zu bekämpfen ist.

9. Die Stechpalme (Ilex)

Ein bis zwei Meter Höhe, wächst im Halbschatten in geschützter Lage in humusreichen und lockeren Böden.

Vorteile: Die Stechpalme ist zwar keine sehr einfache Pflanze, aber sie hat großes dekoratives Potenzial. Die leuchtend gelben und roten Beeren der weiblichen Pflanzen sind umrahmt von tiefgrünen Blättern mit teils hellgrüner Spitze und somit ein echter Hingucker. Auch im Winter trägt die Stechpalme ihr grünes Blättergewand und bietet daher alljährlich ausreichenden Sichtschutz. Durch ihr langsames Wachstum muss sie nur einmal im Jahr zugeschnitten werden.

Nachteile: Stechpalmen sind relativ teuer und wachsen sehr langsam. Die Blätter sind empfindlich und sollten nur mit einer mechanischen Heckenschere geschnitten werden. Allerdings können stark bedornte Sorten sehr schwierig und unangenehm zu schneiden sein. Die buntblättrigen Arten der Stechpalme sind für sehr kalte Regionen ungeeignet, da sie sehr frostempfindlich sind.

Noch nicht den optimalen Sichtschutz gefunden? Hinter den folgenden 3 Punkten lauert vielleicht das passende Angebot

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